Frage: Welche praktischen Schritte müssten unternommen werden, um Interesse für jüngere Menschen zu wecken? Müssten nicht andere Wege und Formen gefunden werden?

Antwort: Die Entscheidung für ein Leben in einer Ordensgemeinschaft ist nicht der Machbarkeit der Menschen unterworfen; sie bleibt Geheimnis Gottes. Als Ordensgemeinschaft tun wir das uns Mögliche, besonders im authentischen Zeugnis unseres eigenen Lebens. Neue Wege und Formen sehen wir in einer Angliederung von Frauen und Männern an die Spiritualität in unserer Ordensgemeinschaft. Diese Möglichkeit bedarf weiterer Entwicklung.

Frage: Wie sehen Sie die Zukunft im Hinblick auf "Haus Aspel", - etwa über das Jahr 2020 hinaus?

Antwort: Die Erfahrung aus der Vergangenheit hat uns gezeigt, dass bei einer Planung von zwanzig Jahren eine Entwicklung nicht vollständig mitbedacht werden kann. Wir haben mit unserer Strukturplanung zwar diesen Zeitraum angedacht - sind jedoch weiter offen für die Anrufe der Zeit - wie es unsere Ordensgründerin zu ihrer Zeit war. Die spirituale Dimension eines Ordenslebens ist einerseits verwurzelt im Hier und Jetzt und übersteigt dieses gleichzeitig, denn die Wirklichkeit Gottes ist die Quelle des Lebens und des Weges in die Zukunft.